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Die Geschichte Büttikon's

Streufunde lassen darauf schliessen, dass unsere Gemeinde schon sehr früh besiedelt war. Die erste urkundliche Erwähnung wird auf das Jahr 893 datiert, damals jedoch noch unter dem Namen "Püutinchova". Im Mittelalter war Büttikon der Stammsitz eines weit verzweigten und berühmten Rittergeschlechts. Die Stammburg zu Büttikon ist jedoch spurlos verschwunden. Über die Geschichte dieses Rittergschlechts in Büttikon ergeben die Untersuchungen, dass die Sippe sehr früh wegzog und als Grundbesitzer in der Gegend von Zofingen erscheint. Südlich von Zofingen liegt auf steiler Kuppe die Burg Wikon. Der ganze Landstrich ringsherum mit Zofingen und Aarburg bis nach Willisau gehörte den Grafen von Lenzburg. Als Ministerialen dieser Grafen sind die Herren von Büttikon urkundlich bezeugt. Von ihnen erhielten sie offenbar Burg Wikon zu Lehen. Die Belehnung muss sehr früh erfolgt sein, da später das Gesamthaus am Lehen beteiligt ist und die Rechtsnachfolger der Lenzburger sichtlich in ein schon bestehendes Verhältnis eintraten. Andere Zweige siedelten sich auf der Burg Uffhausen, zu Schenkon, auf Wartburg und später auf Rued an. Die Familie stand im Dienste des Hauses Habsburg und stellte ihm hervorragende Männer.

Um 1260 gehörte Büttikon zum Amt Lenzburg, unter der späteren eidgenössischen Herrschaft zum Amt Villmergen. Der grosse Zehnte stand dem Kloster Muri zu, während der Heuzehnt unter die Pfarreien Villmergen, Sarmenstorf und Wohlen aufgeteilt wurde. Bodenzinsen bezogen die Klöster Muri und Hermetschwil, das Spital und die Pfarrkirche Bremgarten, die Pfarrkirchen von Boswil, Sarmenstorf und Villmergen. Neben der Landwirschaft (der Hauptbeschäftigung in Büttikon) wurde bereits im 17. Jahrhundert eine Ziegelei betrieben, welche bis nach Zürich bekannt war.

Im Jahre 1798 zählte die Gemeinde 188 Einwohner und bildete mit Hilfikon eine Agentschaft, die zum District Sarmenstorf im Kanton Baden gehörte. Im Jahre 1803 erfolgt die Zuteilung zum Kanton Aargau.